Im Verlaufe der vergangenen Jahrhunderte haben sich die
Nachrichtendienste entwickelt und gewandelt. Insbesondere um den
ersten Weltkrieg und in der Zeit danach kam es zu einer stetigen
Entwicklung der Nachrichtendienste weltweit. Vorrangig war dies in den Industrieländer zu beobachten. Alle diese
führenden Staaten erkannten die zunehmende Bedeutung dieser
Informationsbeschaffungs Möglichkeiten. Gleichzeitig bildeten sich
in dieser Zeit auch spezielle Nachrichtendienste für das Militär,
die
Diplomatie und die Wirtschaft heraus. Teilweise hatten sogar die
einzelnen Waffengattungen wie Heer, Marine und Luftwaffe ihre
eigenen speziellen Dienste. Diese Entwicklung überdauerte den
zweiten Weltkrieg und wurde dann in den folgenden Jahren weiter
entwickelt.
Dort wo es noch keinen zentralen Dienst gab, wurde es mit den
entsprechenden Geburtswehen geschaffen. Gleichzeitig nahm man auch
die Hilfe "befreundeter Staaten" in Anspruch. So wurde die
amerikanische CIA mit Hilfe des britischen Geheimdienstes aufgebaut.
Nutznießer dieser Hilfeleistungen war aber auch hierbei der
sowjetische Geheimdienst, der durch K. Philby und anderen Agenten,
entsprechende Informationen gewann und sie ausnutzte.
Mit der ständigen Zunahme des Informationsverkehrs weltweit,
erreichten vormalige Nischendienste eine primäre Rolle. Diese
Entwicklung lässt sich am Besten an der Entwicklung der NSA ablesen.
Die Analyse des Informationsverkehrs und die Auswertung stellten
neue Anforderungen an die Nachrichtendienste. Die hierbei erzielten
Erfolge verschweigen diese Dienste gern, sodass sie kaum das Licht
der Öffentlichkeit erblickten.
Die Bedeutung der kybernetischen Spionage erlebte durch die
Schaffung des Internets - als weltweites Kommunikationssystem -
einen Quantensprung. Wobei die Ursache nicht nur im massenhaften
Anstieg der Informationsmenge zu suchen ist, sondern auch in einer
Leichtfertigkeit der Nutzer. So, vielleicht nach der Devise " es
geht ja alles so schnell und bequem".
Für die Erfüllung ihres Auftrages, den sie durch Präsidenten - Order
oder per Gesetz erhalten hatten, waren und sind jetzt gewaltige
finanzielle Mittel erforderlich. Vielfach mussten auch andere
Bereiche aus Politik und Wirtschaft und Forschung Hilfestellungen
leisten. So, wie z. B. heute bei der Entwicklung einer neuen
Computergeneration, den Quantencomputern. Damit verbunden ist
natürlich auch das Informationstransportsystem, das gewaltige
Informationsmengen in Sekundenschnelle übermitteln muss.
Um die Größenordnung zu veranschaulichen, wurde im Jahre 2011
pro Sekunde ein Datenvolumen in ein- und ausgehenden Verkehr nach
Nordamerika, von 10.643 Gb ( 10.643.000.000 Bit )
gemessen ( Quelle : NSA
). Das waren, auf das Jahr hochgerechnet
10.643.000.000.000 Bit x 365 d x 24 h
x 60 min x 60 Sek. = 3.356 376 48 10 20
Bit oder
4. 195 470 1019 Byte
Diese Zahl beinhaltet nur den Informationsverkehr von oder nach
anderen Kontinenten. Der inneramerikanische ist hier nicht
eingerechnet.
Dies waren die Zahlen für das Jahr 2011, in den folgenden Jahren
wird sich diese Zahl um vervielfachen, da neuere Technologien im
Bereich der mobilen Systeme ein weiteres ansteigen gesichert haben.
Dieses gewaltige Datenvolumen zu Speichern, zu analysieren und
entsprechend dem Auftrag auszuwerten sind gewaltige Ressourcen
erforderlich.
Hierbei gehen wir von der Tatsache aus, es handelt sich in der
Mehrheit um offene Informationen, also Informationen die durch keine
Verschlüsselungs- oder Chiffriersysteme gegen unberechtigte
Kenntnisnahme geschützt ist.
Sollte dies jedoch der Fall sein, dann werden nochmals beachtliche
Kapazitäten für die Entschlüsselung und Dechiffrierung erforderlich.